Zurück zur Blogübersicht

Digitale Zwillinge: Alles Wichtige im Überblick
Eine der herausragendsten Technologien der heutigen Zeit sind digitale Zwillinge. Dank ihnen ist es möglich, reale Objekte, Prozesse oder sogar ganze Systeme digital abzubilden. Dabei unterstützen sie zudem in der Überwachung und Optimierung dieser Themenbereiche. In diesem Blogbeitrag zeigen wir dir, was genau hinter dem Konzept der digitalen Zwillinge steckt, wie sie funktionieren und wo auch du sie in deinem Unternehmen einsetzen solltest.
Was sind digitale Zwillinge?
Im Kontext der Technologie beschreibt ein digitaler Zwilling das virtuelle Abbild eines realen Objekts, Prozesses oder Systems. Die Basis eines digitalen Zwillings sind Daten, welche aus Sensoren, Modellen und historischen Informationen gesammelt und verarbeitet werden. Hiermit ist er in der Lage, die Realität in digitaler Form konkret abzubilden und Entscheidungen zu erleichtern.
Im weitesten Sinne ist er eine Art digitalen Kopie. Mit Hilfe dieser können Unternehmen oder Einzelpersonen das Verhalten ihres Objekts simulieren, überwachen und optimieren.
Kurz gesagt: Digitale Zwillinge verbinden Realität und virtuelle Welt auf intelligente Weise.
Beispiel für digitale Zwillinge
Um das Konzept ein wenig besser zu verstehen folgt nun ein Beispiel für digitale Zwillinge anhand der „Industrie 4.0“ bzw. Maschinen in der Fertigung.
Stellen wir uns vor, ein Maschinenhersteller betreibt mehrere Produktionsanlagen weltweit. Jede Maschine ist mit Sensoren ausgestattet, die Temperatur, Vibrationen, Energieverbrauch und Produktionsleistung messen.
Einsatz von digitalen Zwillingen:
Jede Maschine hat ein virtuelles Abbild, das ihren Zustand in Echtzeit zeigt.
Durch Simulationen kann vorhergesagt werden, wann ein Motor oder ein Getriebe ausfallen könnte.
Wartungsarbeiten werden gezielt geplant, bevor es zu Stillständen kommt.
Nutzen:
Reduzierung ungeplanter Ausfallzeiten
Senkung von Wartungskosten
Höhere Produktionsqualität durch präzise Steuerung
Wie genau funktioniert ein digitaler Zwilling?
Die Basis für einen digitalen Zwilling sind Daten. Diese Daten werden aus Sensoren und IoT-Geräte gesammelt und das sogar in Echtzeit. Sie werden in digitale Modelle eingespeist, welche das Verhalten des Objekts oder Systems simulieren können. Dank moderner Algorithmen, künstlicher Intelligenz und Cloud-Computing können diese Modelle nicht nur den aktuellen Zustand abbilden, sondern auch Vorhersagen treffen. Sie sind damit z. B. in der Lage zu erkennen, wann eine Maschine ausfallen könnte oder wie sich ein Gebäude bei bestimmten Wetterbedingungen verhält.
Weitere Anwendungsbereiche
Digitale Zwillinge werden natürlich nicht nur in Industrie eingesetzt. Weitere Beispiele sind:
Automobilbranche: Virtuelle Fahrzeuge helfen bei Tests von neuen Modellen oder Fahrassistenzsystemen.
Logistik & Supply Chain: Digitale Abbildungen von Lieferketten optimieren Transportwege und Lagerbestände.
Energie & Umwelt: Stromnetze, Windparks oder Wasserwerke lassen sich überwachen und effizient steuern.
Arten von digitalen Zwillingen
Digitale Zwillinge lassen sich grob in drei Kategorien einteilen:
Art des digitalen Zwilling | Beschreibung |
|---|---|
Produkt-Zwilling | Ist die digitale Abbildung eines einzelnen physischen Objekts. Das kann eine Maschine, ein Auto, ein Flugzeugtriebwerk oder ein medizinisches Gerät sein. Das Ziel ist, den Zustand, die Leistung und das Verhalten dieses Produkts in Echtzeit zu überwachen und zu analysieren. |
Prozess-Zwilling | Bildet nicht nur ein einzelnes Produkt, sondern einen gesamten Prozess digital ab – z. B. eine Fertigungsstraße, eine Logistikkette oder einen Produktionsworkflow. |
System-Zwilling | Ist die umfassendste Form. Er bildet ein komplexes System oder eine gesamte Umgebung digital ab, z. B. eine Stadt, ein Krankenhaus oder eine komplette Fabrikanlage. |
Vor- und Nachteile eines digitalen Zwillings
Vorteile:
Frühzeitige Fehlererkennung und präventive Wartung
Kostenersparnis durch Simulation statt realer Tests
Effizienzsteigerung und optimierte Abläufe
Personalisierte Lösungen möglich
Nachteile:
Hoher Aufwand für Datenerfassung und Modellierung
Datenschutz- und Sicherheitsrisiken bei sensiblen Daten
Abhängigkeit von der Datenqualität: unvollständige Daten führen zu ungenauen Modellen
Fazit
Digitale Zwillinge verändern, wie wir Branchen verstehen und gestalten. Sie bilden eine Stütze beim Treffen von wichtigen Entscheidungen und bieten die Grundlage dazu Prozesse effizienter zu gestalten oder innovative Lösungen zu entwickeln. Wer die Chancen der digitalen Zwillinge nutzt, kann nicht nur Kosten sparen, sondern auch intelligenter arbeiten. Die Technologie ist vielseitig, aber sie erfordert sorgfältige Planung und gute Daten – nur dann entfaltet sie ihr volles Potenzial.
Das könnte Dich auch interessieren:
Confidential Computing schützt sensible Daten selbst während der Verarbeitung. Wir zeigen dir, wie die Technologie funktioniert, welche Vorteile sie bietet und welche Lösungen es gibt.
Mit Nextcloud behalten Unternehmen die volle Kontrolle über ihre Daten. Erfahre, wie Nextcloud funktioniert, was es kostet und für welche KMU sich der Einsatz lohnt.
Was ist Zero Trust? Prinzip, Architektur und Bedeutung einfach erklärt
Kapazitätsplanung entscheidet darüber, ob Projekte realistisch umsetzbar sind oder scheitern. Was genau Kapazitätsplanung ist und wie sie funktioniert erfährst du hier.
Erfahre, was Composable Commerce ist, wie es sich von Headless Commerce unterscheidet und welche Chancen es für dein Business bietet.
Klingt spannend?
Wir sollten uns kennenlernen!