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Gated Content: Was ist das und wie nutzt du ihn erfolgreich im Marketing?
Wer im digitalen Marketing Leads gewinnen will, kann auf Inbound-Marketing setzen. Genauer noch lässt sich dabei das bewährte Instrument Gated Content einsetzen. Doch was steckt hinter Gated Content und wie unterscheidet sich Gated Content von einer Paywall? In diesem Artikel bekommst du einen umfassenden Überblick – inklusive praktischer Tipps zur Umsetzung in der Praxis.
Was ist Gated Content?
Der Begriff Gated Content bezeichnet eingeschränkte Inhalte, die Nutzer nur nach einer bestimmten Aktion abrufen können z. B. nach dem Ausfüllen eines Formulars oder der Angabe von Kontaktdaten. Der Inhalt ist also hinter einem virtuellen „Tor“ (Englisch: gate) verborgen.
Insgesamt ist der Gated Content mit Blick auf monetäre Aspekte kostenlos. Aber es bleibt zu erwähnen, dass die Unternehmen im Gegenzug wertvolle Daten und Informationen über potenzielle Kunden erhalten – sogenannte Leads.
Typische Beispiele für Gated Content
Whitepaper
Checklisten
Templates
Case Studies
Webinare oder Online-Workshops
Studien und Reports
Wozu eignet sich Gated Content besonders?
Die Einsatzbereiche von Gated Content liegen sehr häufig im B2B-Marketing und im hochpreisigen B2C-Segment.
Chancen
Leadgenerierung: Gated Content bietet eine einfache Möglichkeit qualifizierte Kontaktdaten von Interessenten zu sammeln.
Positionierung als Experte: Hochwertige Inhalte helfen deiner Marke oder deinem Unternehmen, nach außen als Experte aufzutreten und dabei Kompetenz sowie Referenzen zu präsentieren.
Personalisierte Kommunikation: Durch die Daten kannst du neue Marketingmaßnahmen sowie den Vertrieb noch gezielter steuern (z. B. E-Mail-Nurturing).
Messbare Marketing-Erfolge: Die Anzahl der Downloads und Registrierungen liefern klare KPIs für die Content-Performance und den Erfolg der Lead-Gewinnung.
Höhere wahrgenommene Wertigkeit: In der Regel wirken „gesperrte“ Inhalte exklusiver, hochwertiger und triggern mehr FOMO als einfach zugänglicher Content.
Herausforderungen
Sinkende Reichweite: Da der Inhalt nicht frei zugänglich ist, kann er schlechter geteilt und von Suchmaschinen indexiert werden. Es ist daher möglich, dass der Traffic nicht besonders hoch ist.
Hohe Erwartungen der Nutzer: Der Gated Content muss besonders in seiner Qualität überzeugen. Denn wenn er auf den Nutzer nicht wirklich hochwertig wirkt, fühlt er sich schnell getäuscht. Das schadet der Marke.
Datenschutz und Compliance: Die verwendeten Formulare zur Erfassung von Kontaktdaten müssen den Anforderungen der DSGVO entsprechen. Dazu gehört eine eindeutige Zustimmung sowie ein Hinweis auf die Datenschutzerklärung.
Hürden in der User Experience: Wenn zu viele Pflichtfelder abgefragt werden oder die Formulare in sich zu komplex sind, senkt das die Conversion-Rate.
Lead-Qualität: Es sollte jedem Unternehmen bewusst sein, dass nicht jeder Download auch gleich echtes Kaufinteresse bedeutet.
Unterschied zwischen Gated Content und einer Paywall
Gated Content | Paywall |
Zugriff gegen Daten (z. B. Name und E-Mail) | Zugriff gegen Geld |
Häufig im Marketing & Leadgenerierung | Häufig im Journalismus & Premium-Content |
Ziel: Leads & Marketingdaten | Ziel: Monetarisierung |
Meist einmaliger Zugriff | Oft Abonnement-Modell |
Tipps zur erfolgreichen Umsetzung von Gated Content
Biete echten Mehrwert und Teaser
Gated Content sollte exklusiv, fundiert und praxisnah sein, sonst kann das Vertrauen der Nutzer sinken. Zudem helfen ein paar einleitende Infos, den Inhalt spannend zu gestalten und klar zu zeigen, welchen Mehrwert der Download bietet.
Weniger ist mehr beim Formular
Frage nur die nötigsten Felder (z. B. Name, E-Mail, Unternehmen) ab. Jede zusätzliche Frage senkt die Conversion und wird als störend empfunden.
Kombiniere mit Ungated Content
Nutze Blogartikel, Videos oder Social Posts als „Teaser“, die zum Download führen.
Segmentiere deine Leads
Frage gezielt Informationen ab, um Inhalte und Vertrieb später personalisiert auszuspielen.
Automatisiere Follow-Ups
Setze E-Mail-Workflows ein, um nachhaltige Leads zu pflegen und zum Kauf (oder der gewünschten Aktion) zu führen.
Teste verschiedene Formate
Finde heraus, was für deine Zielgruppe aktuell echten Mehrwert bietet. Egal ob Whitepaper, Checklisten, Webinare oder Tools – die Reaktionen können je nach Branche und Zielgruppe variieren.
Messe und optimiere
Analysiere Downloads, Conversion-Raten und Lead-Qualität regelmäßig und optimiere dein Angebot.
Fazit
Gated Content ist ein starkes Werkzeug im Content-Marketing, um hochwertige Leads zu gewinnen und dich als Experte zu positionieren. Entscheidend für den Erfolg sind dabei echter Mehrwert, eine einfache Nutzerführung und eine klare Strategie zur Weiterverarbeitung der Leads. Richtig genutzt kann Gated Content ein wichtiger Treiber für das Wachstum von Marketing und Vertrieb sein.
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