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Produktlebenszyklus: Definition, Phasen und Praxisbeispiele
Jedes Produkt durchläuft in seinem Marktleben verschiedene Phasen. Vom ersten Konzept bis hin zum möglichen Rückzug aus dem Markt. Unter diesem Modell versteht man den Produktlebenszyklus. Dieser ist ein zentrales Konzept im Marketing, der Produktentwicklung und für die Unternehmensstrategie. In diesem Blogpost zeigen wir dir, was der Produktlebenszyklus ist, welche Phasen er umfasst, sowie praxisnahe Beispiele.
Was ist der Produktlebenszyklus?
Der Begriff Produktlebenszyklus beschreibt die typischen Stadien, die ein Produkt am Markt durchläuft.
Das Ziel: Das Verhalten von Absatz, Umsatz und Gewinn im Zeitverlauf zu analysieren und daraus strategische Entscheidungen abzuleiten.
Mit dem Wissen um den Produktlebenszyklus können Unternehmen:
die Markteinführung effizient gestalten
Marketingstrategien optimal planen
Ressourcen gezielt einsetzen
den Zeitpunkt für Innovationen oder Produkteinstellung bestimmen
Die 5 Phasen des Produktlebenszyklus
Der klassische Produktlebenszyklus wird in fünf Phasen unterteilt. Jede Phase hat charakteristische Merkmale bezüglich Umsatz, Gewinn, Marketingaufwand und Kundenverhalten:
In der Einführungsphase ist das Produkt neu auf dem Markt und noch wenig bekannt. Umsatz und Gewinn sind meist niedrig, oft sogar negativ aufgrund hoher Investitionskosten. Um erfolgreich zu starten, sind intensive Werbung und gezielte Promotion entscheidend. Das Ziel ist es, die Marktakzeptanz zu erreichen und die ersten Kunden zu gewinnen.
In der Wachstumsphase steigt die Bekanntheit des Produkts. Damit steigt auch die Nachfrage nach dem Produkt auf dem Markt sowie der Umsatz. Um die Wachstumsphase zu bestärken sollten Unternehmen ihren Fokus auf Marketingmaßnahmen wie den Markenaufbau und die Erweiterung der Vertriebskanäle legen. Die Ziele liegen in der Sicherung von Marktanteilen und dem Aufbau von Wettbewerbsvorteilen.
In der Reifephase ist der Markt gesättigt und die Konkurrenz stark. Die Umsätze sind stabil, daher steht die Gewinnmaximierung im Fokus. Marketingmaßnahmen konzentrieren sich auf Differenzierung, Kundenbindung und Preisanpassungen. Ziel ist es, Marktanteile zu sichern und neue Produktvarianten einzuführen.
In der Sättigungsphase beginnt der Umsatz zu stagnieren oder leicht zu sinken. Die Gewinne gehen zurück, da der Markt zunehmend gesättigt ist. Im Marketing liegt der Fokus auf Kostenkontrolle, gezielten Promotions und gegebenenfalls Produktanpassungen. Ziel ist es, die Lebensdauer des Produkts zu verlängern oder neue Märkte zu erschließen.
In der Degenerations- bzw. Rückgangsphase fällt die Nachfrage stark ab, und das Produkt wird zunehmend vom Markt verdrängt. Umsatz und Gewinn gehen deutlich zurück, oft entstehen Verluste. Das Marketing wird auf ein Minimum reduziert, gegebenenfalls erfolgt eine Ausphasung oder der Einsatz eines Ersatzprodukts. Ziel ist es, Ressourcen freizusetzen und den Übergang zu neuen Produkten zu ermöglichen.
Produktlebenszyklus Beispiele
Es gibt einige anschauliche Beispiele, die den Produktlebenszyklus besser verständlich machen:
Smartphones:
Einführungsphase |
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Wachstumsphase |
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Reifephase |
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Sättigungsphase/ Degenerations- bzw. Rückgangsphase |
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Modeartikel: Saisonabhängig, oft kurze Lebenszyklen mit schnellem Übergang durch Trends
Automobilindustrie: Ein neues Modell durchläuft oft mehrere Jahre Wachstum und Reife, bevor es durch ein Nachfolgemodell ersetzt wird
Anwendungsmöglichkeiten des Produktlebenszyklus
Unternehmen setzen das Konzept des Produktlebenszyklus in verschiedenen Bereichen ein. Beispielweise für die Planung einer Marketingstrategie. Dort werden Werbe- und Preisaktionen an die jeweilige Phase angepasst. Auch in der Produktplanung kann der Zyklus dabei helfen, Entscheidungen zu Varianten, Upgrades oder Innovationen auf solider Grundlage zu treffen. Ein weiterer Anwendungsbereich liegt in der Finanzplanung. Diese umfasst Budgets für Investitionen, Werbung oder Produktionskosten, welche effizienter eingeplant werden können. In der Marktstrategie werden Maßnahmen zur Verlängerung der Lebensdauer oder zum gezielten Rückgang entwickelt. Ein bewusstes Management des Produktlebenszyklus kann somit entscheidend zum Unternehmenserfolg beitragen.
Fazit
Der Produktlebenszyklus stellt ein zentrales Instrument für Unternehmen dar, um die Entwicklung eines Produkts von der Markteinführung bis zur Rückgangsphase systematisch zu begleiten. Seine fünf Phasen liefern eine wertvolle Orientierung für Marketing, Produktmanagement und strategische Entscheidungsprozesse. Wer den Lebenszyklus eines Produkts versteht, ist in der Lage, frühzeitig geeignete Maßnahmen zu ergreifen, Umsätze und Gewinne gezielt zu steigern und den nachhaltigen Markterfolg langfristig zu sichern.
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