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Bewertungsportale: Welche Kanäle gibt es – und wie unterscheiden sie sich?
Wer heute ein Unternehmen führt hat dieses sicherlich schon einmal auf Bewertungsportalen gefunden. Daher sind Bewertungsportale ein entscheidender Faktor für die digitale Reputation von Unternehmen und das branchenübergreifend. Online-Bewertungen können im Internet auf diverse Arten verbreitet werden. Doch welche Bewertungsplattformen gibt es überhaupt und welche Kanäle sind seriös? Ebenfalls geben wir dir ein paar Tipps wie du als Stellvertreter eines Unternehmens souverän mit negativen Bewertungen umgehen kannst.
Wofür werden Bewertungsportale genutzt und für wen sind sie relevant?
In Bewertungsportale haben Kunden, Mitarbeiter oder ähnliche Kontakte zu deinem Unternehmen die Chance, Erfahrungen und Meinungen transparent zu äußern. Dabei erfüllen die Plattformen an sich in der Regel mehrere Funktionen:
Für Verbraucher:
Hilfreich beim Treffen von Entscheidungen
Vergleich verschiedener Anbieter
Vermeidung schlechter Erfahrungen
Höheres Vertrauen durch authentisches Feedback
Für Unternehmen:
Aufbau einer positiven Online-Reputation
Steigerung der Sichtbarkeit in Suchmaschinen
Feedback zur eigenen Service- oder Produktqualität
Chance, Vertrauen durch professionelles Reputationsmanagement aufzubauen
Wie funktionieren Bewertungsportale?
Die Grundfunktionen sind im Normalfall gleich. Jedoch gibt es ja nach Plattform geringfügige Unterschiede:
1. Die Nutzer geben eine Bewertung ab
In Form von
Sternen (1–5),
Textfeedback (z. B. in spezifischen Kategorien wie Sauberkeit, Beratung oder Lieferzeit),
Bildern und Videos.
2. Plattformen verifizieren teilweise die Echtheit
Seriöse Portale nutzen:
Kauf- oder Terminvalidierung der bewertenden Person
Eine manuelle Prüfung der Bewertung
automatisierte Spam-Filter
Meldefunktionen für falsche oder hasserfüllte Bewertungen
3. Bewertungen beeinflussen die Darstellung
Ranking in der Plattform
Snippets in Google
Einträge in lokalen Suchergebnissen
Vertrauen beim Erstkontakt
4. Unternehmen können reagieren
Antworten sind meist öffentlich sichtbar, was die Wahrnehmung stark beeinflusst.
Die seriösen Bewertungsplattformen im Überblick
1. Google Bewertungen (Google Business Profile)
Reichweite: Weltweit
Vorteile:
Direkt in der Google-Suche sichtbar
Kostenlos
Wichtig für lokale Unternehmen
Besonderheiten:
Offen für alle Nutzer
Hohe Relevanz fürs SEO
2. Trustpilot
Reichweite: Weltweit
Vorteile:
Besonders relevant für Online-Shops
Verifizierte Bewertungen möglich
Besonderheiten:
Freemium-Modell
Umfangreiche Widgets für Websites
3. ProvenExpert
Reichweite: DACH
Vorteile:
Sammeln externer Bewertungen über verschiedene Portale
Individuell einsetzbare Umfragen
Besonderheiten:Besonders beliebt für Coaches, Berater, Dienstleister
4. Kununu
Reichweite: DACH
Vorteile:
Speziell auf Arbeitgeberbewertungen und Arbeitskultur ausgerichtet
Hohe Transparenz durch echte Erfahrungsberichte von Mitarbeitenden und Bewerbern
Hilft Unternehmen beim Employer Branding und beim gezielten Recruiting
Besonderheiten:
Arbeitgeber-Bewertungen
Schwerpunkt auf Unternehmenskultur, Gehalt, Bewerbungsprozessen
Entscheidend fürs Employer Branding
5. Yelp / Tripadvisor
Reichweite: Weltweit
Vorteile:
Große Reichweite und Nutzerbasis für lokale Geschäfte
Umfassende Kategorien (Gastronomie, Dienstleistungen, Freizeit etc.)
Gute Sichtbarkeit durch Rezensionen, Fotos und Rankings in der lokalen Suche
Besonderheiten:
International ausgerichtet
Foto- und Erfahrungsberichte stehen im Fokus
Hohe Relevanz für Tourismusbetriebe
6. Trusted Shops
Reichweite: Weltweit
Vorteile:
Vertrauensbildendes Gütesiegel für Online-Shops
Käuferschutz und abgesicherte Kundenbewertungen
Steigert Conversion-Rate und senkt Kaufbarrieren im E-Commerce
Besonderheiten:
Kombination aus Bewertungen und Käuferschutz
Zertifizierung schafft zusätzliches Vertrauen
Wie reagiert man richtig auf negative Bewertungen?
Negative Bewertungen sind zwar zunächst unangenehm, können aber dabei helfen, dass sich ein Unternehmen verbessert und insgesamt glaubwürdiger wirkt.
Wichtig ist dabei vor allem ein professioneller Umgang damit.
Reagiere daher im Idealfall schnell, aber mit Ruhe auf die Bewertung und zeige, dass du die Kritik ernst nimmst. Wichtig ist einen gesunden Grad an emotionaler Komponente einzubringen, um ehrliche Einsicht zu zeigen und dabei in keinem Fall ausfallend zu werden. Zeige Verständnis, egal ob die Bewertung berechtigt ist oder nicht. Zum Beispiel mit „Danke für Ihr Feedback – wir bedauern, dass…“.
Biete eine Lösung an, wie z. B. einen erneuten Kontakt durch einen Rückruf oder eine Klärung im persönlichen Gespräch, wenn angemessen. Melde unfaire oder falsche Bewertungen über seriöse Portale, die Meldemechanismen, Nachweise und Moderation anbieten. Fördere positive Bewertungen, indem du zufriedene Kunden aktiv um Feedback bittest ohne Anreize, die gegen Plattformregeln verstoßen.
Fazit
Unternehmen sollten sich darüber bewusst sein, dass Bewertungsportale heute ein zentrales Instrument des digitalen Vertrauens sind und dies nutzen. Auf der einen Seite helfen sie den Kunden bei Entscheidungen, auf der anderen Seite den Unternehmen beim Aufbau einer starken Online-Reputation. Wer professionell auf Feedback reagiert, besonders auch auf negative Bewertungen, gewinnt langfristig an Glaubwürdigkeit und Kundenbindung.
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