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Continuous Delivery: Definition & Best Practices

Autorin: Nathalie BrandkampLesezeit: 4 Min.Zuletzt geändert:

Schneller, besser, automatisiert: Mit Continuous Delivery lässt sich der Softwareentwicklungszyklus maßgeblich beeinflussen und beschleunigen. Welche Dinge dabei jedoch immer zu beachten sind und wo der Unterschied zum häufig synonym verwendeten Continuous Deployment liegt, erklären wir dir in diesem Blogbeitrag.

Was ist Continuous Delivery?

Unter dem Begriff Continuous Delivery versteht sich ein Ansatz, welcher in der Softwareentwicklung häufig Anwendung findet. Der Kern des Verfahrens ist die Automatisierung von Code, um eine schnellere Bereitstellung der Software zu ermöglichen und den Aufwand so minimal wie möglich zu halten.

Der gesamte Softwareentwicklungszyklus wird dabei durch die Automatisierung verbessert und soll manuelle Fehler eliminieren. Neben der eigentlichen Umsetzung, wird der Code auch automatisiert getestet, um stehts eine gleichbleibende und hochwertige Qualität zu sichern. Damit kann der gesamte Prozess nicht nur schneller ablaufen, sondern auch über mehrere Stellen besonders stabil bleiben.

Abgrenzung: Continuous Deployment vs. Continuous Delivery

Der Hauptunterschied liegt in dem sogenannten „Grad der Automatisierung“: Während das Konzept der Continuous Delivery das Ziel verfolgt die Software immer in einem Zustand zu wahren, bei der sie hypothetisch jederzeit für den Livegang bereit wäre, wird beim Continuous Deployment jede Änderungen automatisch live geschaltet.

Genauer noch: Bei der Continuous Delivery werden die Änderungen im Code automatisch auf mögliche Fehlerquellen getestet. Anschließend wird die freigegebene Version automatisch in ein Bereitstellungs- bzw. Artefakt-Repository oder eine Staging-Umgebung übertragen. Von da aus kann der produktiver Livegang manuell vom zuständigen Team oder Entwickler freigegeben werden.

Beim Continuous Deployment werden Änderungen ebenfalls automatisch gebaut und getestet. Bestehen alle automatisierten Prüfungen erfolgreich, werden die Änderungen jedoch direkt und ohne manuelle Freigabe in die Produktionsumgebung ausgerollt. Jeder erfolgreiche Code-Commit kann somit automatisch für die Endnutzer bereitgestellt werden.

Die Vorteile von Continuous Delivery

  • Durch die Automatisierung kann die Time-To-Market merklich verkürzt werden

  • Continuous Delivery bietet die Möglichkeit flexibler und schneller auf Feedback zu reagieren

  • Das Risiko eines großen Ausfalls der Software kann minimiert werden, da nur kleine Updates vorgenommen und freigegeben werden

  • Die Automatisierung ermöglicht stabiles und kontinuierliches Testen, was die (manuelle) Fehlerquote stark minimieren kann

  • Kosten können durch erfolgreiche Automatisierung effektiv gesenkt werden

  • Einfachere Skalierung basierend auf den Anforderungen des Projekts an die Softwarelösung

Herausforderungen von Continuous Delivery

Trotz der Vorteile gibt es natürlich auch einige Herausforderungen, insbesondere in der Implementierung und Instandhaltung einer Continuous Delivery Umgebung.

  • Mögliche schwache Akzeptanz dieses Ansatzes, wenn Teams nur mit den traditionellen Abläufen vertraut sind – hier gilt es gezielt Hürden abzubauen und das Team zu schulen

  • Der Aufbau einer Continuous-Delivery-Pipeline erfordert die Planung und Implementierung von Build-, Test- und Deployment-Prozessen sowie geeigneten Automatisierungswerkzeugen

  • Bei alten Systemen können fehlende Modularisierung, starke Abhängigkeiten und geringe Testabdeckung die Einführung von Continuous Delivery erheblich erschweren.

  • In manchen Fällen sind kosten- und zeitintensive technische Anpassungen notwendig, um die notwendige Automatisierungs- und Deployfähigkeit für erfolgreiche Umsetzung von Continuous Delivery zu erreichen.

Continuous Delivery: Best Practices

Für eine erfolgreiche Einführung von Continuous Delivery haben sich folgende Best Practices bewährt:

  • Konsistente und kritische Validierung von neuen Features oder Prozessoptimierungen vor finalen Livegang, um Ausfallzeiten idealerweise zu eliminieren.

  • Die Delivery Pipeline muss eine gute Struktur aufweisen, um für Konsistenz innerhalb der Freigaben zu sorgen

  • Standardisierte Umgebungen durch Container-Technologien wie Docker oder Infrastruktur als Code

  • Schrittweise Einführung bei bestehenden Systemen, um technische und organisatorische Risiken zu reduzieren

  • Kontinuierliche Überwachung der Anwendungen nach dem Deployment

Continuous Delivery Tools

Für eine stabile Implementierung und Umsetzung der Continuous Delivery Pipeline können folgende beliebte Tools genutzt werden.

GitHub Actions

Eine häufige Wahl: GitHub Actions ist direkt in GitHub integriert und daher besonders für Projekte geeignet, die bereits GitHub als Versionsverwaltung nutzen. Workflows werden über YAML-Dateien definiert und automatisch bei Codeänderungen ausgeführt.

GitLab CI/CD

Viele Funktionen bündeln: GitLab CI/CD ist in GitLab integriert und Teil einer umfassenden DevOps-Plattform. Neben Continuous Delivery bietet GitLab Funktionen für Versionsverwaltung, Sicherheitsprüfungen, Container-Registries und Deployment-Management.

Jenkins

Ein wahrer Klassiker: Jenkins ist Open Source, hochgradig anpassbar und verfügt über ein sehr großes Plugin-Ökosystem. Dadurch eignet es sich insbesondere für komplexe Unternehmensumgebungen und individuelle Anforderungen.

Fazit

Continuous Delivery hat sich als wichtiger Bestandteil moderner DevOps-Praktiken etabliert und bildet für viele Unternehmen die Grundlage einer effizienten Bereitstellung ihrer Software. Mit Hilfe der Automatisierung von Build-, Test- und Bereitstellungsprozessen können Fehler frühzeitig und schnell erkannt werden. Ebenfalls wird die Qualität der Software dabei kontinuierlich sichergestellt. Gleichzeitig erfordert die Einführung von Continuous Delivery einen nicht zu unterschätzenden organisatorischen und technischen Aufwand.

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