Google Consent Mode: Worum es geht und was zu beachten ist - Okeano Blog

Google Consent Mode: Worum es geht und was zu beachten ist

Autorin: Nathalie BrandkampLesezeit: 3 Min.Zuletzt geändert:

Im digitalen Marketing sind wertvolle und aussagekräftige Daten der Online-Nutzer für die Analyse und Optimierung der Werbemaßnahmen essenziell. Besonders die Einwilligungen der jeweiligen Nutzer für die Verarbeitung ihrer Daten muss daher korrekt und sauber erfasst werden.

Mit Hilfe des Google Consent Mode sollen Werbeelemente und Trackingdaten trotz Datenschutzvorgaben effizient gestaltet werden können. Was genau das für Werbetreibende heißt erfährst du in diesem Beitrag.

Was ist der Google Constent Mode?

Der Google Consent Mode soll dafür sorgen, dass digitale Märkte weiterhin wettbewerbsfähig und -freundlich bleiben. Er ist eine von Google entwickelte Lösung, durch die die Einwilligungen der Nutzer datenschutzkonform an Google-Dienste übermittelt werden können. Im Zuge regulatorischer Vorgaben wie der DSGVO und des Digital Markets Act (DMA) wurde seine Bedeutung verstärkt. Der Consent Mode verfolgt das Ziel, dass Google-Dienste personenbezogene Daten nur entsprechend der erteilten Einwilligung verarbeiten dürfen und die Einwilligungsentscheidungen technisch berücksichtigen sollten.

Der Consent Mode ist für Nutzer von Google Ads und Google Analytics insoweit wichtig, dass bestimmte Funktionen von Werbekonten ohne Zustimmung nicht mehr genutzt werden können. Dazu zählen beispielsweise personalisierte Werbung und Anzeigen.

Wichtig: Der Google Consent Mode ersetzt kein Cookie Consent Tool: Werbetreibende müssen weiterhin selbst die Einwilligung der Nutzer einholen und diese über ein entsprechendes Consent-Management-System verwalten.

Der Google Constent Mode ist seit dem 06. März 2024 verpflichtend für alle, die die Google Plattformen wie Google Ads oder Google Analytics weiterhin uneingeschränkt nutzen möchten.

Der Google Constent Mode V2:  Das ist anders

Die „zweite Version“ (V2) des Google Constent Mode gilt seit 2024 und erweitert den bisherigen Consent Mode aus dem Jahr 2020 um zusätzliche Einwilligungssignale für Werbedaten und personalisierte Werbung.

Während die alte Version hauptsächlich die Nutzung von Analyse- und Werbe-Cookies gesteuert hat, regelt die zweite Version zusätzlich, ob Nutzerdaten für Google Ads und Remarketing verwendet werden dürfen. Für Websites und Apps, die Google Ads oder Google Analytics in Europa einsetzen, ist der Constent Mode in der V2 heute der aktuelle Standard.

Der Consent Mode wurde in zwei verschiedene Kategorien geteilt, welche sich in einigen Punkten stark unterscheiden:

Basic Consent Mode

Advanced Consent Mode

Funktionsweise

Tags werden erst nach Einwilligung geladen

Tags laden bereits vor Einwilligung, aber mit eingeschränkter Datenverarbeitung

Datenübermittlung vor Zustimmung

Keine

Ja, anonymisierte Signale werden übertragen

Datenerfassung ohne Consent

Keine Messung

Modellierte Conversions und verbesserte Analysen möglich

Datenschutz

Höchster Schutz durch vollständige Blockierung

Mehr Datenbasis bei weiterhin eingeschränkter Verarbeitung

Vorteil

Einfachere Datenschutzumsetzung

Genauere Messung und bessere Kampagnenoptimierung

Nachteil

Datenverluste durch fehlende Einwilligungen

Höhere technische und rechtliche Anforderungen

Die Frage die sich hier stellt: Ist das denn überhaupt alles DSGVO-konform?

Bei dem Basic Mode sollte die Einhaltung der DSGVO einfach umzusetzen sein, denn eine aktive Einwilligung sorgt erst für das Speichern und Verarbeiten der Daten.

Beim Advanced Mode muss eine sorgfältige technische Konfiguration erfolgen und genau geprüft werden, welche Daten vor der Zustimmung übertragen werden und ob dies mit den Anforderungen der DSGVO vereinbar ist. Denn der von Tracking-Technologien ohne vorherige Einwilligung wird in Deutschland sehr streng bewertet.

Tiefergehende Informationen zum Einwilligungsmodus und den beiden Modi lassen sich hier nachlesen.

Google Constent Mode: Darauf musst du als Werbetreibender jetzt achten

  • Achte darauf, den Google Consent Mode technisch korrekt einzubinden, damit Google-Tags abhängig vom Einwilligungsstatus ausgelöst werden

  • Prüfe, welcher Modus (Basic vs. Advanced) zu deinem eigenen Datenschutzkonzept passt

  • Deine eigene Datenschutzerklärung und dein Cookie-Banner müssen über eingesetzte Google-Dienste, Zwecke und Datenverarbeitung informieren

  • Nachweispflicht: Die Einwilligungen und technische Einstellungen sollten nachvollziehbar dokumentiert werden

  • Prüfe auch deine Google-Dienste dahingehend, ob die Consent-Signale korrekt weitergegeben werden

  • Änderungen an Website, Tracking-Tags oder Google-Konfigurationen können die Compliance beeinflussen und sollten stehts getestet werden

Fazit

Der Google Consent Mode ist ein technisches Bindeglied zwischen Nutzerentscheidungen und Google-Diensten. Er ersetzt in keinem Fall die Datenschutzmaßnahmen oder Einwilligungslösungen, welche du für deine Website oder App umsetzen musst. Für Unternehmen ist es wichtig, die Lösung korrekt zu implementieren und regelmäßig zu überprüfen, damit Datenschutz und digitale Performance in Einklang gebracht werden können.

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