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Die wichtigsten Online Marktplätze: Amazon, eBay, Kaufland & Co.
Online Marktplätze gehören zu den wichtigsten Vertriebskanälen für Unternehmen und Händler im E-Commerce. Denn dank ihnen können sie ihre Produkte mehreren Millionen Kunden anbieten und das mit sehr niedrigen Einstiegshürden. Das ermöglicht nicht nur schnelleres Wachstum, sondern auch mehr Umsatz. Doch welcher Marktplatz ist der richtige für dein Unternehmen? Und wie funktionieren Marktplätze eigentlich? In diesem Artikel bekommst du einen umfassenden Überblick über die wichtigsten Online Marktplätze in Deutschland, ihre Vor- und Nachteile sowie eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Auswahl der passenden Plattform.
Was sind Online Marktplätze?
Unter dem Begriff Online Marktplätze werden digitale Verkaufsplattformen gefasst, auf denen mehrere Händler ihre Produkte anbieten können. Der Betreiber der Plattform stellt dabei die technische Infrastruktur, Zahlungsabwicklung und häufig auch Marketingmaßnahmen bereit. Ein Vorteil liegt darin, dass die Händler nicht zwingend eigenen Online-Shop betreiben müssen, sondern die Reichweite der Plattform nutzen können.
Wie funktioniert ein Online Marktplatz?
Ein Online Marktplatz funktioniert wie ein digitaler Marktplatz im echten Leben:
Händler registrieren sich als Verkäufer
Produkte werden eingestellt (mit Preis, Beschreibung, Bildern)
Kunden kaufen direkt über den Marktplatz
Der Marktplatz wickelt Zahlung und teilweise Versand ab
Händler zahlen eine Verkaufsprovision oder Gebühren
Marktplätze sind im Grunde digitale Schaufenster, in denen Kunden Produkte und Hersteller noch schneller nach Qualität, Preis und anderen Eigenschaften vergleichen können.
Welche Online Marktplätze gibt es?
Bekannte deutsche und europäische Marktplätze
Kaufland.de
Otto Market
Hood
Rakuten (EU)
Galaxus
ManoMano (DIY)
Zalando Partner Program (Fashion)
Globale Player: Internationale Marktplätze
Amazon
eBay
AliExpress
Etsy
Die 5 beliebtesten Online Marktplätze
Amazon – Der größte Online Marktplatz weltweit
Wenig überraschend ist Amazon bereits seit mehreren Jahren der führende Marktplatz mit Millionen Kunden in Deutschland und weltweit.
Vorteile:
Enorme Reichweite und hohe Kaufbereitschaft
Prime-Programm steigert Verkäufe
FBA (Fulfillment by Amazon) übernimmt Versand & Retouren
Hohe Conversion-Rate
Nachteile:
Hohe Gebühren
Starker Preiskampf
Abhängigkeit von Amazon-Richtlinien
Markenaufbau schwierig
eBay – Der Klassiker für Neu- und Gebrauchtwaren
Auf dem zweiten Platz liegt eBay. Die Plattform ist besonders stark im C2C- und B2C-Handel sowie bei Nischenprodukten.
Vorteile:
Geringere Gebühren als Amazon
Auktionen & Festpreis möglich
Gute Sichtbarkeit bei Google
Weniger strenge Markenrestriktionen
Nachteile:
Weniger kaufstarke Kunden als Amazon
Mehr Preisvergleich und Schnäppchenjäger
Weniger Fulfillment-Services
Kaufland.de – Der starke deutsche Marktplatz
Immer häufiger im E-Commerce angetroffen: Kaufland.de (ehemals real.de). Der Marktplatz ist extrem schnell wachsend in Deutschland und Europa.
Vorteile:
Starke Marke im deutschen Markt
Geringere Konkurrenz als Amazon
Gute Integration für Händler
Internationale Expansion möglich
Nachteile:
Weniger Traffic als Amazon
Weniger Marketingtools
Noch nicht in allen Kategorien stark
Hood – Der deutsche Nischen-Marktplatz
Hood ist eine deutsche Alternative zu eBay mit Fokus auf kleine Händler.
Vorteile:
Sehr geringe Gebühren
Händlerfreundlich
Weniger Wettbewerb
Nachteile:
Sehr geringe Reichweite
Weniger Kundenvertrauen
Kaum Marketingpower
Geheimtipp: Rakuten – Der japanische Marktplatz mit Cashback-System
Rakuten ist besonders in Asien stark, in Europa jedoch kleiner.
Vorteile:
Treueprogramm mit Cashback
Händlerfreundliche Konditionen
Weniger Konkurrenz
Nachteile:
Geringe Reichweite in Deutschland
Weniger Markenbekanntheit
Wie wähle ich den richtigen Marktplatz für mein Unternehmen?
Zielgruppe analysieren: Analysiere genau, wo deine (potenziellen) Kunden einkaufen. Stelle dir dabei auch folgende Fragen: Handelt es sich um B2C oder B2B? Liegt der Fokus eher auf dem Preis oder auf der Qualität?
Produktkategorien prüfen: Amazon steht für Massenprodukte, Etsy für Handmade und Design, ManoMano für Baumarkt und DIY, und Zalando für Fashion. Wähle daher die Plattform(en) besonders mit Blick auf deinen spezifischen Produktkatalog aus.
Gebühren und Margen kalkulieren: Vergiss nicht, die Verkaufsprovision, Listing-Gebühren und Fulfillment-Kosten zu berücksichtigen. Es macht Sinn, nur dann zu starten, wenn die Marge auch positiv bleibt.
Wettbewerbsanalyse: Wer agiert noch auf der gleichen Plattform? Und wie stehe ich im Vergleich da? Betrachte die Anzahl der Händler, das allgemeine Preisniveau sowie die Bewertungen der Konkurrenz.
Logistikstrategie festlegen: Eigenversand, Fulfillment (z. B. Amazon FBA) oder Dropshipping?
Überlege dir eine Branding-Strategie: Möchtest du eine eigene Marke etablieren oder einfach nur verkaufen und skalieren?
Multi-Channel Ansatz: Warum mehrere Marktplätze nutzen?
Bei dem Multi-Channel-Ansatz bietest du deine Produkte gleichzeitig auf mehreren Verkaufsplattformen an. Das bringt einige Vorteile mit sich: Zum einen hast du weniger Abhängigkeit von einem einzelnen Marktplatz und sicherst dir damit im gleichen Zuge eine größere Reichweite. Das kann hingegen höhere Umsätze und eine bessere Risikostreuung zur Folge haben.
Allerdings gibt es auch Herausforderungen wie ein umfangreicheres Bestandsmanagement, ein stärkerer Preisabgleich und zusätzlichen Kundenservice. Um den Überblick zu behalten, lohnt es sich beispielsweise mit Multichannel-Tools wie Plentymarkets, Billbee, JTL oder Shopify-Marktplatz-Integrationen zu arbeiten.
Fazit: Online Marktplätze sind ein zentraler Wachstumskanal
Als klarer Bestandteil des E-Commerce sind Online-Marktplätze eine weitere Chance für Unternehmen, eine weit gestreute Distribution zu betrieben und von bestehenden Plattformen zu profitieren. Während Amazon und eBay den Markt anführen, bieten Kaufland, Galaxus und andere Plattformen spannende Alternativen. Wer dauerhaft Erfolg haben möchte, setzt am besten auf einen Multi-Channel-Ansatz und wählt die Verkaufsplattformen gezielt nach dem eigenen Produktkatalog und der Zielgruppe aus.
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